Lessingring 10   vormals Strumpffabrik Max Barth,
später Steinbildhauer Gerhard Höppner

Das Gebäude Lessingring 10 in einer Aufnahme wohl Ende der 1930er/Anfang der 1940er Jahre.
Wir erkennen im Hintergrund noch Teile der alten Einsiedler Bahnhofsanlagen, die 1945 dem Bombenterror anheim gefallen sind.
(Foto: Ilse Höppner)

Einige geschichtliche Daten waren zu dem Gebäude zu ermitteln, vorher ein Foto vom 30. September 2008, vom Rathausturm aus aufgenommen, also genau wie die alte Vorlage darüber...

Die Annonce rechts stammt aus dem Jahre 1924. Es kann mit großer Sicherheit angenommen werden, dass die “Strumpffabrik” von Max Barth sich hier im Hause befand. Man sollte den Begriff “Fabrik”, wie er damals gebraucht wurde, nicht unbedingt in unsere heutigen Vorstellungen der alten Zeit von großen Hallen und rauchenden Schloten hinein interpretieren....
Im Jahre 1926/27 ist Max Barth noch immer im Adressbuch im Lessingring 10 verzeichnet, allerdings unter den Privatadressen, nicht bei den Firmeneinträgen. Vielleicht hat er aufgeben müssen, vielleicht ist er in Rente gegangen, vielleicht hat er seine kleine Firma verkauft, wer weiß? Detaillierte Daten dazu waren bisher leider nicht zu ermitteln.
(Annonce: Ekkehard Mühlmann)

Dafür findet sich im gleichen Adressbuch sein Bruder August Barth, seines Zeichens Futtermittel- und Getreidehändler... also ein früher Kollege von mir ;-)
Früher war vor dem Haus eine große Rampe für die Be- und Entladung der Futtermittel und Getreide angebracht, gleich daneben befand sich der Pferdestall.

Gerhard Höppner

Der Steinmetz Erich Höppner, geboren am 17. März 1901, kaufte dann das Grundstück. Bei Ingobert Rost lesen wir in dessen Vermisstenliste, dass der Gefreite Erich Höppner seit 1942 an der Ostfront als vermisst gilt. Nach dem Kriege übernahm dessen Sohn Gerhard, ebenfalls gelernter Steinmetz, oder, wie es damals hieß, Steinbildhauer, von 1950 bis 1980 das Geschäft.
Oben links eine Werbeannonce aus der Festschrift “700 Jahre Einsiedel” aus dem Jahre 1955, rechts daneben eine Rechnung vom 18. März 1959.
Links sehen wir Gerhard Höppner. Das Foto stammt aus dem Jahre 2002 und längt ist er im Ruhestand. Er bearbeitet hier gerade einen Gedenkstein für den Haus- und Grundbesitzerverein Einsiedel, den dieser später dann auf der Wettinhöhe aufgestellt hat.
(Foto links: Haus & Grund Einsiedel)

Wettinhöhe 14. Juni 2008

 

Und auch den Dachdeckermeister Kurt Klimpel finden als Mieter im Lessingring 10. Er lagerte seine Materialien im Nebengebäude.
Oben links eine Annonce aus der Festschrift “700 Jahre Einsiedel”, rechts eine Rechnung Klimpels von 1951.
(Rechnung: Karin Stöhr)

Ein Teil des Lessingrings, im Hintergrund in der Mitte das Gebäude Nr. 10, ganz hinten der Bahnhof am 30. September 2008.

 

 

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